Pressemitteilung des Stadtverbands: Radverkehrssicherheit: GRÜNE fordern Paradigmenwechsel

  • Veröffentlicht am: 15. Juli 2019 - 16:49
Bild von Amaia pascual auf Pixabay.

Radfahrer*innen im Verkehr in Hannover am meisten gefährdet

GRÜNE fordern Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik

Im Vergleich von 15 deutschen Großstädten werden in Hannover pro Kopf die meisten Radfahrer*innen - besonders Kinder und Senior*innen - verletzt oder getötet. Dies geht aus dem aktuellen Lagebericht der Stadtverwaltung Hannover zur Stadtentwicklung 2018 hervor, der im Juni 2019 veröffentlicht wurde.

Hierzu kommentiert Gisela Witte, Vorsitzende des Stadtverbands Hannover von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Jetzt hat es Hannover schwarz auf weiß: Die ‚autogerechte Stadt‘ gefährdet die anderen Verkehrsteilnehmer*innen. Wir brauchen dringend einen Paradigmenwechsel, um allen Verkehrsteilnehmern eine größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten!"   

Insbesondere müsse das auf grüne Initiative hin im letzten Haushalt beschlossene Veloroutenkonzept noch zügiger umgesetzt werden:

„Radwege dürfen nicht bloße Ergänzungen des Straßenverkehrs sein – Fahrräder brauchen als gleichberechtigtes Verkehrsmittel eigenständige und sichere Verkehrswege.“ 

Hierzu gehöre auch, dass Gefahrenstellen unverzüglich beseitigt werden – gegebenenfalls auch zu Lasten des Autoverkehrs:

„Eigene Ampelschaltungen für den Radverkehr und mehr  Tempo 30 abseits der Hauptstraßen wären ein wirksamer und schnell umzusetzender Beitrag für mehr Verkehrssicherheit.“ 

 Kein Beitrag zur Verkehrssicherheit sei es hingegen, den Fahrradverkehr generell von der Fahrbahn weg zu verlegen: 

„Radschutzstreifen auf der Fahrbahn sind statistisch betrachtet sicherer als Radwege neben der Fahrbahn, weil die an Kreuzungen zu Problemen führen"

Hintergrund:

Der Bericht im Wortlaut (Seite 56): 

„Im Städtevergleich liegt basierend auf den Unfallzahlen von 2017 Hannover mit 21 verletzten oder getöteten Radfahrer*innen pro 10.000 Ew. vor allen anderen Vergleichsstädten; es folgen Bremen und Dresden mit 19 und Köln mit 17. In Essen und Dortmund werden nach wie vor die wenigsten Radfahrer*innen pro 10.000 Ew. Verletzt oder getötet, nämlich 5 bzw. 6; in Stuttgart sind es 7.“

Den Lagebericht zur Stadtentwicklung 2018 finden Sie hier: 

https://www.hannover.de/content/download/784794/19938580/file/Band+132+-...

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